Direkt zum Hauptbereich

Über den (Un-)Sinn von Schulungen auf Mallorca



Mallorca. Die Insel der Feierwütigen. Regiert vom König von Mallorca. 17. deutsches Bundesland. Voll von Bodenschätzen wie Wodka, Sangria oder Biermischgetränken. Heimat auf Zeit für um die 9 Millionen Realitätsflüchtlinge. Brutstätte für viele kulturellen Meilensteilen wie: „Sie liebt den DJ“, oder „Geh mal Bier holen – du wirst schon wieder hässlich“.
Das ist Mallorca! So wird es jedenfalls in den Medien suggeriert. Warum sollte man gerade dort Schulungen durchführen? Wenn die Mitarbeiter in den Urlaub wollen, sollen sie sich freinehmen! Lustreisen auf Kosten des Unternehmens sind dieses Jahr leider nicht (mehr) drin.
Ist das wirklich Mallorca? Nein, natürlich nicht.

Mallorca ist einer der am besten geeigneten Veranstaltungsorte für Schulungen. Die größte der Balearen-Inseln besticht durch angenehmes Klima, wunderschöne Flora und atemberaubende Kultur. Die Teilnehmer erreichen die Insel nach ungefähr 2 Stunden Flugzeit. Außerhalb der Schulung sind sie in Hotels untergebracht. Die Schulung findet in dafür geeigneten Schulungsräumen statt – die selbstverständlich klimatisiert sind. Ein Veranstaltungstag dauert von 9 bis 18 Uhr. Bis hierhin ist noch kein Unterschied zu Schulungen in Deutschland ersichtlich – genauso wenig wie Urlaub auf der Trauminsel.

Den tatsächlichen Unterschied macht die Entfernung nach Deutschland. Die Teilnehmer können Abstand gewinnen und ihre Probleme in Deutschland lassen. Dadurch sind sie wesentlich gelöster und offener, als in innerdeutschen Schulungen. Sie erhalten einen Blick von außen auf die Problematiken in ihrem Unternehmen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit nach der Veranstaltung gemeinsam die Insel zu erkunden, kulinarische Abendteuer zu erleben oder für sich zu sein und die Füße ins Meer zu halten. Mit der so erhaltenen Erholung können sie auch an allen weiteren Seminartagen deutlich stressfreier teilnehmen und ihr volles Potenzial ausschöpfen.

Die Mallorca-Schulungen der Kontor Gruppe finden hauptsächlich im Spätsommer bis zum Frühling statt (September bis Mai), da in dieser Zeit die Temperatur dem gemäßigtem Klima entspricht, die berüchtigten Mallorca Touristen nicht zugegen sind und die Teilnehmer dem nass kaltem Wetter Deutschlands entgehen können.

Schulungen auf Mallorca sind kein Urlaub. Im Gegenteil. Die Teilnehmer sind durch den Abstand nach Deutschland viel fokussierter auf der Thematik und der nachhaltige Erfolg dieser Schulungen ist erfahrungsgemäß höher als bei innerdeutschen Schulungen. Es hat sich ebenso gezeigt, dass die Gruppenkohäsion im Team gesteigert wird und dass diese im deutschen Alltag aufrecht erhalten werden kann.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Von (K)Enter-Haken, Chaos-Kollegen und Konter-Charisma

„Wir machen das mal eben“ oder: Wie Lean Management auf keinen Fall funktioniert

Das erste Gespräch war ausgesprochen gut. Der Kunde wollte sein Unternehmen – nennen wir es die „Effizienz AG“ - besser aufstellen und liebäugelte mit Lean Management. Schließlich, so der Tenor, habe sich das bei Toyota auch als erfolgversprechend erwiesen. Ein guter Ansatz, dachten wir. Doch dann folgte die Ernüchterung. Zuerst für uns, dann für den Kunden. Denn der hatte ein völlig falsches Bild von der Einführung von Lean Management.
Absage von der Zusage
Eine Woche nach diesem Gespräch klingelte das Telefon, der Kunde war dran und teilte stolz mit, dass sich das Kollegium für den Einsatz von Lean Management entschieden habe. Allerdings ohne Anleitung. Man habe „mal im Netz nach Infos gesucht“, da gäbe es ja eine ganze Menge. Und ein Buch habe man sich auch gekauft, da „steht eigentlich alles drin, was wichtig ist.“
Ach? Ist das so? Ich könnte jetzt diplomatisch versuchen, es in warme, blumige Worte zu kleiden, ich könnte den Versuch unternehmen, eine Argumentationskette zu erzeugen,…

Fertigung mit FreirEUmen

Ein Vorstoß der EU-Kommission sieht eine europaweit einheitliche gesetzliche Regelung für die Herstellung von Medizinprodukten und die Nachverfolgbarkeit der darin verwendeten Inhaltsstoffe vor. Eine große Herausforderung, gerade für KMU und alle Produktionsunternehmen, deren Herstellungsprozesse noch nicht durch moderne MES- und PES-Lösungen optimiert und damit auf die kommenden EU-Änderungen vorbereitet sind.

Für manche sind es Regulierungswüter, für anderen Verbraucher- und Wettbewerbshüter: Die Mitglieder der EU-Kommission. Deren Vorschläge stoßen nicht immer auf Gegenliebe, müssen aber dennoch spätestens dann akzeptiert werden, wenn die EU-Gremien Gesetze beschließen, die dann in nationales Recht umgewandelt werden müssen. Einer dieser Vorschläge der EU-Kommission betrifft Medizinprodukte im Allgemeinen und die (bisher fehlende) Transparenz, was deren Fertigung, eindeutige Identifizierung und harmonisierte Rückverfolgung (Traceability) angeht. Gerade mit Hinblick auf einen immer…