Mittwoch, 19. August 2015

Recruiting in der guten neuen Zeit

 

 


Recruiter haben es heutzutage nicht leicht. Die meisten Bewerbungen werden online verschickt und die Mühe die sich Bewerber mit ihren Unterlagen machen hält sich stark in Grenzen. Die Bewerbung zu verschicken kostet wegen dem Mailverkehr nichts mehr – früher wäre so manche Bewerbung nicht abgeschickt worden, da sie das Porto nicht wert gewesen wäre.

Da wird gern einmal der Chef mit Vornamen angesprochen. Damit sich dieser nicht über diese offenkundige Respektlosigkeit nicht aufregt, wird noch ein herzliches „Hallo“ vorne angefügt. Dass nicht immer der Chef des Unternehmens persönlich für die Bewerbungen zuständig ist, wird gern übersehen. Da wird gern einmal Frau XY mit „Hallo lieber *männlicher Vorname*“ angesprochen. Die gewissenhafte Recruiterin sieht darüber gern hinweg und liest sich auch den Rest der Bewerbung durch. Diese Gewissenhaftigkeit wird aber schon in dem ersten Satz des Anschreibens erschüttert, da der Bewerber dieses mit „nun, das ist meine erste Bewerbung, ich hoffe sie ist kein Griff ins Klo!“ beginnt. Dahinter steht glücklicherweise ein Zwinkersmiley! Seit wann Smileys in Bewerbungen verwendet werden? Das kann ich Ihnen leider nicht beantworten.

Diese Negativbeispiele sind natürlich kein Hinweis dafür, dass das Anschreiben auf das Nötigste (bzw. Unnötigste) gekürzt wird! In einigen Bewerbungen ist es auch der Fall, dass geschrieben wird „Einen Überblick über meine Person findest du unter: http://www.VornameName.de Wenn du mich kennenlernen möchtest, melde dich! Vorname“. Ich bin mir unsicher, was in diesem „Anschreiben“ das schlimmste NoGo ist. Das Duzen? Fehlende Ansprache? Mühelosigkeit die in Dreistigkeit mündet? Auch das soll keine Anstiftung dazu sein, das Anschreiben einfach nur auf einen Link zu der eigenen zu reduzieren!

In der Hoffnung, dass der Bewerber vielleicht merkt, dass im Anschreiben etwas nicht ganz so lupenrein formuliert wurde, schreibt der gewissenhafte Recruiter zurück: „Sehr geehrter Herr *Vorname*,“ und bedankt sich für die Bewerbung, etc. und bittet den Bewerber sich die Internetauftritte des Unternehmens noch einmal anzuschauen, um zu sehen, ob das Unternehmen zum Bewerber passt. Diese Antwort schließt der Recruiter mit „Mit freundlichen Grüßen *Vorname* *Nachname*“ ab und fügt die Signatur des Unternehmens ein.

Diese Hoffnung wird allerdings zerstört, wenn der Bewerber antwortet: „Hallo *Vorname*, danke für deine Mail. Schick mir mal die Links, dann sehe ich sie mir an. LG *Vorname*“ (natürlich stehen alle Links in der Signatur, um die zu sehen muss man nur ein klein bisschen herunter scrollen). Sogar ein noch so stark ausgeprägter Altruismus findet irgendwann ein Ende. Hier wäre eins dafür.

Wer sich mit solchen Anschreiben lang genug befassen musste, der ärgert sich auch nicht mehr, wenn im Lebenslauf nur noch „Hat Hochschule XY“ steht und leider keine Nennung von Studiengang, belegte Schwerpunkte oder geschweige denn Abschluss erfolgt. In Zeiten von postalisch versendeten Bewerbungen, die schön ausgedruckt in einer feinen Bewerbungsmappe, mit Hochglanzfoto und beglaubigten Zeugniskopien versehen wurden, sind solch desolate Bewerbungen sicherlich auch verschickt worden, nur nicht in dieser Häufigkeit.

Geehrter Bewerber, Quantität ist nicht gleich Qualität. Wenn Sie im Anschreiben schon keinen Bezug zum Unternehmen herstellen wollt, dann bitte bedienen Sie sich korrekter Rechtschreibung und einer vernünftigen Sprache. Eine Bewerbung ist kein Post in verschiedenen sozialen Medien und auch nicht im Stile einer Kurznachricht zu formulieren. Danke.


Freitag, 7. August 2015

Eskalation vermeiden – alles im Griff dank integriertem Konfliktmanagementsystem!








Ein Leben ohne Konflikte wäre fast schon unnormal und somit undenkbar. Überall, wo es um Entscheidungsfindung geht, treten Konfliktsituationen (fast) automatisch in den Vordergrund. Mal ist es der Chef, welcher nörgelnd unsere an sich sehr gute Arbeit kritisiert, mal ist es die Kollegin, welche neidisch auf unsere Position ist oder der unzufriedene Nachbar, den die kleinste Mücke an der Wand stört.
Gerade im Berufsleben ist es von Vorteil mit aufkommenden Konflikten souverän, auch angemessen umzugehen. Denn, es bringt nachweislich nichts, wie der berühmte Mann im Kalkofen auszurasten oder gar Rachegelüste zu hegen, welche letztlich entarten und genau das krasse Gegenteil von dem bewirken, was wir eigentlich wollten: nämlich ein sozialverträgliches, humanes Miteinander.

Was du nicht willst, das man dir tut – Krisen professionell managen

Kommt es während der Arbeitszeit zu einer unangenehmen Krisensituation, ist guter Rat teuer. Teuer deswegen, weil diese Belastungssituation sich äußerst negativ auf das gesamte Unternehmen, als auch weiterführend auf die erhofften Umsätze auswirken kann. Ein gut eingeführtes, perfekt strukturiertes Konfliktmanagement wirkt hier wahre Wunder. Neben angemessener Konfliktberatung, Mediation und die Nutzung von Konfliktanlaufstellen, ist die gemeinschaftliche Konfliktbewältigung ein wichtiger Baustein. Fällt dieser weg, bricht der gesamte „Laden“ nach und nach in sich zusammen. Übrig bleiben Trümmer!

Soft Skills - Soziale Interaktion und Partizipation

„Zusammenhalt macht stark“! Gerade im Arbeitsumfeld können sich Unternehmen mitnichten ein „Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Gehabe“ leisten. Wissen und Umsetzung sind hier aber mal wieder zwei verschiedene Paar Schuhe. Denn leider zeigt die Realität, dass trotz der allseits gewünschten positiven Grundstimmung, (teilweise) immer noch ein beängstigend hohes Agressions-Potenzial besteht – welches letztlich erbärmlich nach Bewältigung schreit! Also, Schluss mit dem albernen „Blinde Kuh-Spiel“. Wir befinden uns nicht mehr im Kindergarten, in dem „Förmchenmopsen“ mit „Sand-in-die Augen-werfen“ gesühnt wird.  Verantwortung übernehmen, bedeutet (inner)betrieblich (privat natürlich auch) vermehrt auf zielführende Soft Skills zu achten.

Soft Skills, die „weichen Faktoren“ beschäftigen sich mit den außerfachlichen Qualifikationen, welche neben den Hard Skills von hoher Wichtigkeit sind. Ohne jene wohltuenden „Weichmacher“ wäre alles nichts, denn berufliche, als auch private Erfolge verfolgen nämlich genau das konstruktiv wertvolle Prinzip der persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenz.

Vom Schaffen gemeinschaftlich, annehmbarer Rahmenbedingungen

Die Emotionale Intelligenz ist entscheidend für das Ausüben von Soft Skills. Selbstvertrauen, Selbstdisziplin (persönliche Kompetenz), Teamfähigkeit, Menschenkenntnis (soziale Kompetenz), strukturierte Problemlösung (methodische Kompetenz) bilden die Grundfeiler einer soliden, guten Arbeits-Athmosphäre. Richtig ausgeführt und umgesetzt heißt dies nichts anderes, als: „Sei achtsam“!
Dieser weise Leitsatz gilt für den Chef, als auch für die Mitarbeiter gleichermaßen, denn Probleme, Unzufriedenheit oder Ärger entstehen nur dort, wo kein sozialer Austausch möglich erscheint!

Gemeinsam an einem Strang ziehen, Strategien entwickeln, welche dem gesamten Unternehmen dienen und zudem lösungsorientiert auftreten. Das ist vorausschauendes Konfliktmanagement auf den entscheidenden Punkt gebracht.

Hat Ihr Unternehmen diese Lektion schon gelernt oder arbeiten Sie immer noch „zwischen den Stühlen“? Sicher ist das Aufstellen eines starken Konflikt-Managementsystem kein Zuckerschlecken. Es ist tatsächlich „harte Arbeit“, welche aber durchaus Spaß macht. Denn sie wirkt erfrischend prophylaktisch und ist somit, als besonders wert-, als auch äußerst sinnvoll anzusehen.

Fangen Sie noch heute an, betriebliche Konflikte vorab zu erkennen, ernst zu nehmen und natürlich auch zu verstehen. Schaffen Sie ein großes Gemeinschaftsvertrauen und sorgen Sie gemeinsam für mehr angebrachte Offenheit. Bessere Arbeitsleistungen, weniger Fehlzeiten oder auch Kündigungen sind der Lohn. Der wohl verdiente Lohn für gut funktionierende Sozialstrategien, mit welchen wir alle beruflich und privat reibungslos punkten !