Freitag, 28. November 2014

Fortsetzung Teil 3 - Sörwiss? Was soll das denn bitte sein?






Der Kunde als Fan

Was will ich von meinem Kunden?
Fußballvereine oder Popstars haben Fans, Unternehmen haben Kunden. Was ist der Unterschied? Zum einen die Begeisterung. Fans sind begeistert von einem Produkt, Kunden konsumieren es. Zum zweiten der Anspruch. Fußballvereine und Popstars wollen ihre Fans nicht nur begeistern, sie müssen es sogar. Und dafür müssen sie etwas bieten. Sonst bleiben die Fans aus. Im Fußball können das beispielsweise Stadionführungen außerhalb der Saison sein. Unternehmen geben sich in der Regel mit weit geringeren Ansprüchen zufrieden und sind bei ihren Serviceleistungen weit weniger kreativ. Aber warum eigentlich? Man könnte sich als Unternehmer doch auch mal das Ziel setzen, seine Kunden nicht nur zufriedenstellen, sondern begeistern zu wollen. Für das Produkt und für das Unternehmen. Wie wäre das zu erreichen? Nur mit exzellenter Qualität natürlich. Und mit genauso exzellentem Service. Es ist also durchaus machbar. Vorausgesetzt man ist auch selbst von seinem Produkt und seinem Unternehmen begeistert.

Was will mein Kunde von mir?
Per se liegt die Priorität des Kunden natürlich erst mal nicht in der Begeisterung für ein Produkt, er will es einfach nur haben. Er ist ja Kunde und kein Fan. Wenn die Qualität superb und der Service exzellent ist, könnte aus einem Kunden aber durchaus ein Fan werden. Denn für Herausragendes kann man sich leicht begeistern. Das Produkt gefällt und nützt dem Kunden schon mal, sonst hätte er es nicht erworben. Der Weg zur Begeisterung ist also bereits geebnet. Zumal die Erwartungen bei den meisten Kunden aufgrund von durchwachsenen Erfahrungen eher auf geringem Niveau angesiedelt sind. Den Kunden mal mit überdurchschnittlichen Leistungen zu überraschen, könnte also schon ausreichen, ihn in die Nähe eines begeisterten Fans zu rücken. Warum tun es die Unternehmen dann eigentlich nicht?

Wie kommen wir zusammen?
Beim Unternehmen ist allein der Wille, begeistern zu wollen, schon ein Erfolgsgarant. Und beim Kunden ist der Wille zur Begeisterung potentiell ohnehin vorhanden, wenn ihm ein Produkt gefällt. Es dürfte also gar nicht so schwierig sein, die Beiden zusammen zu bringen. Dem Unternehmen wird die Sache mit der Qualität durch vorhandene Normen wie die ISO 9001 vereinfacht. Wer sich beispielsweise nach ISO SPEC 77224  in seinem Unternehmen einführt, bekommt ein effizientes Instrument an die Hand, dauerhaft exzellenten Service gewährleisten zu können. Dazu gehört unter anderem, dem einzelnen Mitarbeitern genügend Handlungsspielraum zu gewähren, damit er dem Kunden gegenüber im Bedarfsfall kulant agieren kann. Dadurch wird einerseits der Mitarbeiter besser in den Serviceprozess eingebunden, andererseits tritt das Unternehmen dem Kunden gegenüber in allen Ebenen authentisch auf. Denn im Falle einer Reklamation, also wenn es drauf ankommt, ist schon der Erstkontakt relevant für den Gesamteindruck des Kunden. Exzellenz von Anfang an erlebt der reklamierende Kunde also nur, wenn die Geschäftsleitung ihre Verantwortung vollständig wahrnimmt und alle Mitarbeiter nachhaltig mit einbezieht. So wird die Außenwirkung des Unternehmens in allen Belangen des Kunden durchgängig glaubhaft. Die beste Voraussetzung für Begeisterung. Und eigentlich grob fahrlässig, ein solches Instrument ungenutzt links liegen zu lassen.

Der kleine Unterschied
Der kleine Unterschied macht nicht nur zwischen Mann und Frau den Reiz aus, auch von einem Unternehmen zum anderen kann er für potentielle Kunden den Ausschlag geben. Qualität und Service sind natürlich keine Kleinigkeiten, aber zur Erreichung von Exzellenz braucht es im Prinzip gar nicht viel. Stellen Sie sich mal vor, Sie wollen ein Auto kaufen und gehen in verschiedene Häuser. Ein Verkäufer kommt schlurfend und nachlässig gekleidet auf Sie zu. Ein Fan von diesem Autohaus werden Sie bestimmt nicht. Ein paar Kleinigkeiten könnten den Auftritt des Verkäufers optisch bereits aufwerten. Für seine Motivation könnte sein Chef auch einiges tun, was nicht mit besonders großem Aufwand verbunden wäre. Denn einen Autoverkäufer dazu zu bringen, sich für tolle Autos zu begeistern, dürfte doch nicht allzu schwer sein. Und Begeisterung steckt an. Gute Angebote und ein hochwertiger Reparaturservice sollten für ein Autohaus selbstverständlich sein. So ein motivierter und ansteckend begeisterter Verkäufer könnte das Salz in der Suppe sein, das den Funken überspringen lässt und den Kunden zum Fan macht. Es liegt in der Verantwortung der Führungsebene, aus den an der Verkaufsfront Agierenden solche Multiplikatoren zu machen. Die grundsätzliche Bereitschaft des Autoverkäufers, sich für die zu verkaufenden Autos zu begeistern, dürfte wohl vorhanden sein. Diese Potential aktiv zu nutzen, oder brach liegen zu lassen obliegt dem Unternehmer. Noch Fragen? Antworten gibt´s in einem interessanten QZ-Artikel zu genau diesem Thema.

Darf´s ein bisschen mehr sein?
Von Qualität und Service darf es natürlich immer noch ein bisschen mehr sein. Aber auch die Ansprüche der Unternehmen gegenüber ihren Kunden dürften ruhig etwas höher geschraubt werden. Denn wie das Verbund-Forschungsvorhaben PRIDE (Wertschöpfungstransparenz und Wertschätzung als Innovationsressourcen für den Dienstleistungsbereich) sollte auch jeder Unternehmer seine Dienstleistung am Kunden als soziale Angelegenheit begreifen. Die soziale Beziehung zwischen Beiden kann als Chance für emotionale Begeisterung genutzt werden. Denn Fan wird man aufgrund von positiven Gefühlen. Diese kann im Falle des Autokaufs nur der Verkäufer in der direkten Interaktion mit dem Kunden wecken. Dafür muss das Unternehmen dem potentiellen Fanbetreuer aber auch den nötigen Spielraum lassen. Das motiviert wiederum ihn selbst und macht es ihm noch leichter, sein Gegenüber zu begeistern.


Montag, 24. November 2014

Fortsetzung Teil 2 - Sörwiss - was ist das denn bitte?





Neulich im Café
(Aus der Reihe: Haarsträubende Geschichten aus der Service-Wüste)

Die haarsträubende Geschichte
Neulich im Café. Ein Paar sitzt am Tisch, der Kellner nimmt die Bestellung auf. Bestellt werden zwei Espressi und zwei Mal Waffeln. Zurück kommt der Kellner aber nur mit den beiden Espressi. Das Paar fragt nach den ausgebliebenen Waffeln. ‚Das habe ich halt vergessen, schließlich bin ich auch nur ein Mensch‘ antwortet der Kellner ziemlich patzig. Daraufhin bittet das Paar um die Rechnung und möchte nun auf die Waffeln verzichten. Der Kellner kommt alsbald mit der Rechnung zurück. Zwei Espressi und zwei Mal Waffeln sind da aufgeführt. Das Paar möchte aber eigentlich nur das bezahlen, was es auch verzehrt hat. Daraufhin schaltet sich der Geschäftsführer ein und fragt ziemlich verstimmt, was denn hier das Problem sei. Nach ein paar ausgetauschten Argumenten, die offenbar zu nichts führten, bezahlte das Paar seine Rechnung und verließ das Café. Wohl auf Nimmerwiedersehen. Ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man erfolgreich Kunden vergrault. Wer ein Café besitzt und keine Lust zum Arbeiten hat, sollte sich genau so verhalten.

Der Cafébesitzer um die Ecke als lachender Dritter
Über solchen Umgang mit unzufriedenen Kunden freut sich der Besitzer des Cafés um die Ecke. Und dieses Café gibt es überall. Das gilt natürlich nicht nur für gastronomische Betriebe, sondern für jedes Unternehmen mit Kundenkontakt. Und welches Unternehmen würde wohl ohne Kundschaft auskommen? Nun, das Personal in der oben erzählten haarsträubenden Geschichte, die übrigens keineswegs erfunden ist, scheint zu glauben, sein Lohn bezahle sich auch ohne Gäste. Und der Geschäftsführer scheint offenbar der gleichen Meinung zu sein. Ob er wohl zur Erleuchtung kommt, wenn er am Ende sein Café mangels Zulauf schließen muss? Das ist stark zu bezweifeln. Denn der gesunde Menschenverstand scheint ihm nicht in die Wiege gelegt. Glück für den Cafébesitzer um die Ecke. Espresso kochen kann der schließlich auch. Und vielleicht sogar Waffeln dazu servieren.

Die Sache mit den Kunden
Die Sache mit den Kunden ist uns allen bekannt, von der Putzfrau bis zum CEO ist jeder auch mal in der Kundensituation. Man kennt die andere Seite also aus eigener Anschauung, auch wenn man selbst gerade als Kellner, Callcenter-Agent oder Berater unterwegs ist. Was ist also so schwierig daran zu begreifen, wie der Kunde behandelt werden möchte? Wie würde wohl der Geschäftsführer aus der haarsträubenden Geschichte von oben reagieren, wenn ihm als Gast etwas Ähnliches passieren würde? Warum können wir Menschen, die wir schon vor so langer Zeit vom Baum der Erkenntnis genascht haben, solche einfachen Einsichten nicht umsetzen? Vielleicht, weil wir überhaupt nicht darüber nachdenken. Das lässt sich aber ändern!

Die Sache mit der Qualität
Der Grund für den haarsträubenden Ausgang unserer Geschichte war mangelnde Qualität. Wie aber erreicht man Qualität im Umgang mit seinen Kunden? Das Zauberwort dafür heißt Kommunikation. Solche elementaren Fehler im Gästeservice von kleinen Cafés oder im Kundenservice großer Konzerne können durch funktionierende Qualitätssicherung schon im Keim erstickt werden. Funktionieren kann so ein System aber nur, wenn es auch entsprechend kommuniziert wird. Im haarsträubenden Beispiel des Cafébesitzers, der seine Gäste vergraulte, hätte einfache, aber adäquate Kommunikation das Problem ganz schnell aus der Welt schaffen können. Wenn es denn überhaupt dazu gekommen wäre. Aber Fehler können natürlich passieren, der Kellner ist schließlich auch nur ein Mensch. Hätte er sich daraufhin wie ein freundlicher Mensch benommen, hätte man ihm seinen Fehler leicht verzeihen können. Kunden reklamieren ja nicht, um ihr Gegenüber zu ärgern, sondern um zu ihrem Recht zu kommen. Das müsste jeder Chef wissen und seinen Untergebenen vermitteln. Sonst ist er absolut fehl am Platze.

Service Excellence
Die Geschichte hätte natürlich auch ganz anders verlaufen können. Der Kellner hätte sich freundlich entschuldigen und die Waffeln sofort nachliefern können. Ein extra Stück auf dem Teller oder ein zusätzlicher Espresso hätte die Gäste positiv gestimmt. Und das hätten sie natürlich auch weiter erzählt. Vielleicht wäre dann sogar nochmal ein Espresso bestellt worden. Oder etwas Anderes. Denn das Paar hätte das Café ja nicht so abrupt verlassen und während seines Aufenthalts vielleicht noch auf das Eine oder Andere Lust bekommen. Zumindest hätte der Kellner dem Paar aber ohne weitere Diskussionen die Waffeln von der Rechnung abziehen müssen. Und sich ein weiteres Mal für sein Fauxpas entschuldigen müssen. Dann wäre das Paar zwar nicht uneingeschränkt begeistert gewesen, hätte aber vielleicht trotzdem mal wieder reingeschaut. Spätestens als der Geschäftsführer an den Tisch kam, wäre aber nun wirklich eine dicke Entschuldigung fällig gewesen. Und eine kleine Entschädigung, irgendeine Geste des Bedauerns. Auch dann hätten die Gäste dem Café bestimmt eine zweite Chance gegeben. Da aber alle Chancen von Seiten der Problemverursacher vertan wurden, werden sie wohl mit miserabler Mundpropaganda belohnt. Nur, weil keiner Lust hatte, sich zu entschuldigen. Und weil keinem danach war, die Rechnung zu korrigieren. Wenn bald gar keine Gäste mehr ins Café kommen, werden sie all diese lästigen Dinge nie wieder tun müssen.

Fazit
Wer ein Café eröffnet, der weiß, dass er es alsbald mit Gästen zu tun bekommen wird. Denn von den zahlenden Kunden ist der Erfolg eines Unternehmens abhängig. Warum also macht jemand ein Café auf, wenn ihm die Bereitschaft fehlt, auf die Bedürfnisse seiner Gäste einzugehen? Ein Cafébesitzer müsste doch seine Gäste nicht nur als Könige ansehen, sondern jeden einzelnen geradezu auf einen Thron setzen. Schließlich hängt seine gesamte Existenz von ihrer königlichen Zufriedenheit ab. Etwas Wichtigeres als Gäste kann es für einen Cafébesitzer also gar nicht geben. Zumindest nicht für einen Cafébesitzer, der Erfolg haben möchte.


Montag, 17. November 2014

Sörwiss ? Was soll das denn bitte sein? Eine Geschichte in 3 Teilen...





Wenn ein Kunde auf der Service-Hotline eines Unternehmens antelefoniert, meint er oftmals genau diese Gedanken aus den Antworten des mehr oder weniger freundlichen Service-Mitarbeiters herauszuhören: Sörwiss? Hä? Hab ich ja noch nie was von gehört! Und das alles nach mindestens einer halben Stunde musikalisch-nerviger Wartezeit mit den immer gleichen Ansagen: Bitte gedulden Sie sich noch einen Moment. Oder so ähnlich. Aber warum eigentlich soll der Kunde sich auch noch gedulden, wenn das Unternehmen sowieso schon Mist gebaut hat, so dass er von sich aus nachhaken und reklamieren muss? Sörwiss-Wüste kann man da nur antworten.

Nerventerror anstatt Service
Ein Kunde hat ein Anliegen. Mit diesem mehr oder weniger ernstzunehmenden Anliegen möchte er sich an das Unternehmen wenden. Egal wie lächerlich sein Anliegen auch erscheinen mag, das Unternehmen sollte ihn damit immer ernst nehmen. In dem Bewusstsein, dass es die Kunden sind, die jeden Monat für die pünktliche Überweisung der Lohnzahlungen sorgen. Stattdessen wird der Kunde zunächst mal in die Warteschleife geschickt. Wenn er sich bis dahin noch nicht über das Unternehmen geärgert hatte, fängt er spätestens in diesem Moment damit an. Je länger man ihm für seinen Ärger Zeit lässt, desto mehr staut sich natürlich bei ihm an. Das meist wenig unterhaltsame Gedudel in der Warteschleife, das nur ab und zu durch eine Stimme unterbrochen wird, die ihm immer noch mehr Geduld abverlangt, trägt zur Stauung einiges bei. Wenn dann endlich ein Service-Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung auftaucht, muss der Kunde sich wahrscheinlich erst mal Luft machen. 

Je pampiger dieser Mitarbeiter darauf reagiert, desto mehr Ärger wird dem sich füllenden Staudamm noch zugeführt. Wenn der Kunde großes Glück hat, wird er seine Geschichte gleich beim ersten Gesprächspartner los, meist wird er jedoch nach Angabe seiner Kundennummer und allerhöchstens der halben Geschichte weiter verbunden. Großes Glück, wenn der Kunde jetzt schon beim tatsächlich zuständigen Mitarbeiter landet. Ansonsten muss er seine Kundennummer noch drei bis fünf Mal angeben und seine Geschichte in verschiedener Ausführlichkeit genauso oft nochmal erzählen. Wenn er dann schließlich nach gefühlten zwei Stunden bei einem Mitarbeiter landet, der Hoffnung auf Hilfe verspricht, ist der Staudamm bis zum Anschlag gefüllt. Jetzt reicht ein einziger Tropfen, um den angestauten Ärger zum Überlaufen und die Wut des Kunden zum Ausbruch zu bringen. Eine ganz typische Service-Geschichte, die täglich tausendfach passiert. Das Unternehmen kann nur hoffen, dass der Kunde trotzdem treu bleibt, weil er woanders auch nichts Besseres zu erwarten hat. Ist das nicht der Fall, macht man es dem serviceorientierteren Konkurrenten allzu leicht, die eigenen Kunden abzuwerben.

No Client – No Company
Diese Erkenntnis sollte nicht erst kommen, wenn man tatsächlich schon beinahe kundenlos dasteht. Warum eigentlich sollte man nicht jedes Anliegen des Kunden von vorne herein ernst nehmen? Schließlich ist doch die Kundenzufriedenheit das höchste Gut eines Unternehmens. Und die Unzufriedenheit eines einzigen Kunden kann sich durch Kommunikation bedrohlich fortpflanzen. Das gilt vor allem für regional orientierte Unternehmen. Warum also sollte es so schwierig sein, dem Kunden wohlwollend gegenüberzutreten? Schließlich erwartet ja auch jeder normale Mensch eine freundliche Behandlung an der Fleischtheke im Supermarkt, selbst wenn mal etwas nicht so läuft, wie es sollte. 

Da setzt auch der Callcenter-Mitarbeiter das Recht auf Reklamation voraus. Warum also sollte das in der Service-Hotline anders sein? Fühlen sich nicht beide Gesprächspartner nach einem angenehmen Gespräch besser als nach dem Austausch von Unfreundlichkeiten? Doch! Also, warum ruft man als Service-Mitarbeiter nicht so in den Wald hinein, wie man erwartet, dass es wieder herauskommt? Natürlich weil der Chef nicht die entsprechenden Anweisungen gegeben hat. Weil dieser die Bedeutung von Kundenzufriedenheit nicht zu kennen scheint oder nicht in der Lage ist, für klare Kommunikation  zu sorgen, wenn mal nicht alles glatt läuft. Eine Reklamation ist keine Katastrophe und auch keine Belästigung durch den Kunden, sondern eine Chance auf seine Zufriedenstellung.

CRM – Der Rufer in der Wüste
Fast jedes Unternehmen nützt heutzutage ein CRM-System. Wenn man den üblichen Umgang mit diesen hocheffizienten Programmen überhaupt so nennen kann. Denn oft wird das Potential solcher Datenbanken eben gerade nicht genutzt, um den Kundenservice zu optimieren. Warum muss ein Kunde seine Angaben fünffach machen, wenn sie doch im unternehmensinternen Computersystem gespeichert sind? Eben weil ein vorhandenes CRM nicht optimal genutzt wird.  Und weil der Telefonkontakt mit dem Kunden nicht als Visitenkarte des Unternehmens begriffen wird, mit der man völlig gratis für sich und seinen hervorragenden Service werben kann. Die ureigenste Aufgabe eines Mitarbeiters am Telefon sollte doch eigentlich das Zuhören sein. Wenn der anrufende Kunde sich  mit seinem Anliegen ernst genommen fühlt und gleich beim ersten Ansprechpartner das Gefühl vermittelt bekommt, man wolle und werde ihm helfen, ist das Problem schon so gut wie gelöst. Warum verzichten Unternehmen auf diese sich von selbst verstehende Banalität und nehmen stattdessen negative Mundpropaganda in Kauf? Service Excellence fängt im Kleinen an und ist auch gar nicht so schwer. Zu schwer für Ihr Unternehmen?

Kiem ist QUALITY - Quality is KIEM: Nein zu Service-Strapazen an der Strippe

Kiem ist QUALITY - Quality is KIEM: Nein zu Service-Strapazen an der Strippe: Eine der wohl berühmtesten Szenen ist die, in der der knuddelige Außerirdische seinen leuchtenden Finger gen Himmel streckt und mit inter...

Donnerstag, 13. November 2014

Mein erfolgreiches Trainingslager auf Mallorca






Mein erfolgreiches Trainingslager auf Mallorca
(Vielen Dank an Herr Gelatour, dass wir hier seinen Erfahrungsbericht unserer Schulung hier teilen dürfen)

Warum gönnen sich Fußballmannschaften den Luxus, ihre Trainingslager in traumhaften Urlaubsdestinationen abzuhalten, habe ich mich gefragt. Weil sie den Erfolg anstreben muss wohl die Antwort lauten. Dieses Ziel verfolge ich doch auch, sagte ich mir und beschloss, es den Kickern gleichzutun. Ich wollte dafür nicht irgendeine Schulung buchen, sondern die harte Arbeit für das anvisierte Ziel mit Entspannung und lebensbejahendem Genuss verbinden. Denn mir schien, dass nur die möglichst perfekte Kombination aus beiden Polen tatsächlich zum Erfolg führen würde. Man nennt das gemeinhin Work-Life-Balance und die wollte ich in meinem Alltag optimieren. Warum sollte ich den Einklang von Genuss und Arbeit nicht mal auf meiner Lieblingsinsel Mallorca zelebrieren? Und warum sollten sich Arbeit und Genuss dort nicht sogar vermischen lassen? Erfolg muss doch Spaß machen! Mit diesen Gedanken machte ich mich also auf die Suche nach einem passenden Schulungsanbieter.

Anspruch 1: Leidenschaft
Ich wollte mich natürlich ganz selbstverständlich darauf verlassen können, dass meine Schulung mit viel Sachkompetenz und Engagement konzipiert und vorbereitet wird. Aber das bekommt man ja eigentlich fast überall. Ich hingegen wollte meine Ansprüche dieses Mal weiter nach oben schrauben. Zunächst las ich mir deshalb die Kommentare der Kunden auf der Webseite verschiedener Anbieter durch. Und plötzlich wusste ich, wo ich meine Schulung buchen würde. Denn da strahlte mir aus den nach der Schulung niedergeschriebenen Worten die Leidenschaft der Referenten entgegen. Ich war also genau beim richtigen Anbieter gelandet. Die Passion für die Sache beschränkte sich hier offenbar nicht nur auf die Inhalte, obwohl auch dafür das Feuer der Trainerherzen lodern sollte. Im Mittelpunkt des Coachings wollte jedoch ich als Mensch stehen. Nun ist aber nicht ein Mensch wie der andere, weshalb unbedingt die Individualität ganz oben auf der Prioritätenliste des Anbieters stehen sollte. Denn ich hatte auch vorher schon eine Schulung zum Thema ‚Work-Life-Balance‘ besucht. Und die hätte ich mir genauso gut sparen können, weil sie keine nachhaltigen Effekte mit sich gebracht hatte. Das sollte sich nicht noch einmal wiederholen. Jetzt wünschte ich mir einen Coaching-Trainer, der sich wie Yogi Löw im Trainingslager vor der WM mit jedem einzelnen Trainee ganz persönlich beschäftigen sollte. Damit jeder Schulungsteilnehmer später genau an seiner Spielposition genau die dort geforderte Leistung erbringen könnte. Eine Fußball-WM würde ich zwar auch nach der besten Schulung auf Mallorca nicht gewinnen. Aber ich wollte zum Meister der Effizienz, der Prozessoptimierung und des Zeitmanagements in meiner Firma werden. Das war meine Erwartung. Aber mit meinen hochgeschraubten Ansprüchen wollte ich auch die Freude an der Sache und die Verinnerlichung von Spaß im privaten und beruflichen Leben haben. Viele Seminaranbieter nennen ihre Kunden König. Ich wollte mich dieses Mal tatsächlich auf den Thron setzen lassen.

Anspruch 2: Individuelle Schulung
Und ich habe es geschafft! Ich habe einen Trainer erlebt, dessen Lust und Leidenschaft ich schon in den ersten Minuten der Schulung hautnah spüren konnte. Mein Schulungsaufenthalt auf Mallorca kann wirklich mit dem Trainingslager der Nationalmannschaft vor der WM in Südtirol verglichen werden. Weniger Hingabe an die Sache habe ich in dieser Schulung jedenfalls nicht vorgefunden. Von den immer gleichen 08/15-Angeboten in der Einheitssuppe der deutschen Coaching-Landschaft hatte ich ein für alle Mal genug. Ich bin froh, dass ich dem nun auf Mallorca endlich entfliehen konnte. Und ich war bestimmt nicht das letzte Mal dort. Ich möchte nämlich noch mehr Schulungen erleben, die punktgenau auf Anforderungen und Ansprüche der jeweiligen Kunden abgestimmt sind, in denen auf die Erwartungen und Ziele der einzelnen Teilnehmer so präzise eingegangen wird. Und zwar sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Von den spannenden Inhalten und umsetzbaren Werkzeuge dieser Schulungen habe ich noch lange nicht genug. Nach meinem ersten Trainingslager bin ich bereits fit für meine ganz persönliche WM. Für den punktgenauen Abruf meiner Leistungen und die Fähigkeit zur genussvollen Entspannung zwischen den Spielen. Davon will ich mehr!

Anspruch 3: Adäquate Freizeitgestaltung
Aber nicht nur das Seminar selbst, auch die Zeit drum herum hat auf Mallorca zum Erlebnispaket gehört. Ich habe dort ein ausgefeiltes Rahmenprogramm erlebt, das den persönlichen Präferenzen der Teilnehmer genauso individuell entgegen kam wie die Schulung selbst. Neue Herausforderungen der sportlichen Art standen ebenso zur Auswahl wie wohlige Tiefenentspannung. Die Coaching-Trainer kannten sich auf der Insel bestens aus und haben unsere Freizeitwünsche individuell erfüllt. In unserer kurzen Zeit vor Ort mussten wir uns als Seminarteilnehmer nicht mühsam selbst zurechtfinden. Die Sachkompetenz der Referenten bei den Schulungsinhalten setzte sich in gleicher Qualität beim Freizeitangebot fort. Ein paar Häppchen und dann ‚Tschüs‘ – das kenne ich von anderen Schulungen zur Genüge. Dieses Mal wurden meine hochgeschraubten Ansprüche rund um die Uhr erfüllt, auch nach der Schulung ging noch richtig was ab. Denn hier hörte die Trainer-Leidenschaft nicht beim Glockenschlag auf.

Anspruch 4: Die Location
Warum wohl ist Mallorca die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen und auch meine Lieblingsinsel? Das hat sicherlich viele Gründe, einer davon ist aber ganz bestimmt die Vielseitigkeit dieses Eilandes. Das Meer mit seinen herrlichen Küsten und Stränden kann sich hier als Hort der Entspannung genauso präsentieren wie als pulsierende Partymeile. Work-Life-Balance habe ich hier so unmittelbar wie sonst nie gelebt. Denn Genuss und Arbeit sind bei meinem Seminar auf Mallorca so eng zusammengerückt, wie es in meiner heimatlichen Alltagsroutine bisher nur selten der Fall war. Die Insel sollte Sie sich also unbedingt jeder mal für ein Seminar gönnen. Denn unter den gegebenen Umständen zahlt sich eine Schulung vielfach aus. Der Flug auf die Insel kostet oftmals weniger als eine Zugfahrt von Hamburg nach Frankfurt. Und entführt den Reisenden doch in eine Welt pittoresker Landschaften, südlicher Gerüche, felsiger Küsten, weißer Sandstrände und geschichtsträchtiger Städtchen und Dörfer. Schon das berühmte Paar George Sand und Frédéric Chopin verliebte sich nicht nur ineinander, sondern auch in die Insel, auf die sie sich einen Winter lang zurückzogen. Sands Buch über diese Zeit ist eine wortmalerische Liebeserklärung an die Schönheit Mallorcas, wenn auch unverständlicherweise nicht an seine Bewohner. Die Insel konnte also folglich nur das ideale Lernumfeld für mich als wissenshungrige und bildungswillige Führungskraft sein. Und ich kann das nur jedem anderen Führungsverantwortlichen weiter empfehlen.

(Vielen Dank an Herr Gelatour, dass wir hier seinen Erfahrungsbericht unserer Schulung hier teilen dürfen)